Josef Fendl war als „niederbayerischer Gastarbeiter in der Oberpfalz“ fast vierzig Jahre lang Lehrer in Regensburg und Neutraubling und über 30 Jahre Heimatpfleger im südlichen Landkreis Regensburg, dessen Kreistag er angehört hat. Er gestaltete von 1968 bis 1990 nicht nur die Schulzeitung der Staatlichen Realschule Neutraubling - er redigierte auch 45 Hefte der "Beiträge zur Geschichte des Landkreises Regensburg" und - seit 1999 - den Straubinger Kalender, den ältesten Heimatkalender Deutschlands (2008: 412. Jahrgang). Der „literarische Besenbinder“ hat inzwischen über sechzig Bücher herausgegeben und ist landauf, landab als temperamentvoller Rezitator seiner Schwänke, Sprüche und Wirtshausaphorismen bekannt. Die besondere Liebe des „weiß-blauen Wanderpredigers“ gehört der bairischen Sprache und der Heimatgeschichte. In 120 Anthologien und Lesebüchern sind Beiträge des Dialektdichters enthalten. Zwischen 1983 und 1992 redigierte und sprach er ca. 20 Sendungen für den Bayerischen Rundfunk. Seit den Fünfziger Jahren schreibt er Zeitungsartikel und Zeitschriftenbeiträge auch unter den Pseudonymen Peter Muhr, Martin Staudacher, Josef Schwarz und Michael Paintner. Josef Fendl ist Referent der Hanns-Seidel-Stiftung. Kürschners Deutscher Literaturkalender 1998 enthält einen ausführlichen Eintrag. "55 Jahre Lust am Schreiben. Eine Dokumentation" erschien 2004 zu seinem 75. Geburtstag.


